GESCHICHTE

Die Geschichte von Challenger
Die Geschichte von Challenger beginnt mit der legendären Raupentechnologie von Caterpillar. Seitdem wurde das Challenger Angebot jedoch um Radtraktoren, Mähdrescher, Ballenpressen und Ausbringfahrzeuge erweitert, die ihre eigene tief verwurzelte Geschichte haben.
Über die Jahre hat sich die Marke Challenger weiterentwickelt, ist gewachsen und immer stärker geworden.

Die Geburt der Challenger Raupentraktoren

Die Verbreitung von Ausbringfahrzeugen

Gemeinsam für die Herausforderungen in der Zukunft der Landwirtschaft

 

Die Geburt der Challenger Raupentraktoren

1890 begannen die Amerikaner Benjamin Holt und Daniel Best mit Versuchen an verschiedenen Dampftraktoren für die Landwirtschaft. Beide arbeiteten unabhängig voneinander für ihre jeweiligen Unternehmen und gelten bis heute als Pioniere der Raupentraktoren und benzinbetriebenen Traktormotoren.

Damals waren dampfbetriebene Zugmaschinen wesentlich schwerer und versanken oft in weichem Boden – das Freischaufeln der Maschine konnte Tage in Anspruch nehmen.
Um die Aufstandsfläche der Zugmaschine am Boden zu vergrößern, nahm sich Benjamin Holt vor, die Räder durch Laufbänder zu ersetzen. 1904 wurde der erste Holt-Raupentraktor getestet. Bald schon wurde er in der Nähe von Holts Fabrik im amerikanischen Stockton, Kalifornien zum Pflügen auf weichem Boden eingesetzt und galt als „eindeutiger Erfolg“.
Nach weiteren Testläufen wurde der erste Crawler, ein Raupentraktor mit verbesserten Laufbändern, im Winter beim Pflügen auf der Ranch der Familie Holt eingesetzt. Kurz danach rief Holt die Marke „Caterpillar“ ins Leben, die nach dem englischen Begriff für eine Raupe benannt war.

Er wechselte von Dampf- auf Benzinmotoren, und schon 1909 wurden seine Raupentraktoren von den Kunden reihenweise aufgekauft.

In der Zwischenzeit gründete C. L. Best, der Sohn von Daniel Best, sein eigenes Unternehmen, begann 1910 mit dem Bau benzinbetriebener Radtraktoren und arbeitete fortan an einem experimentellen Raupentraktor. Der Raupentraktor CLB erschien Anfang 1913, hatte 75 PS und war die erste Maschine unter der Best-Handelsmarke „Tracklayer“.
Der Tracklayer zeigte eine Reihe wichtiger konzeptioneller Fortschritte. Unter anderem wurde die Metallverarbeitung am gesamten Traktor optimiert und die Pendelbewegung der Laufbänder verbessert, um Rahmen wie Motor vor Stößen zu bewahren.
1925 schlossen sich die Holt Manufacturing Company und die C. L. Best Tractor Company zusammen und bildeten die Caterpillar Tractor Co.

Seitdem ist dieser Zusammenschluss von kontinuierlicher Produktentwicklung geprägt. Es kam zu zwei wesentlichen Durchbrüchen: die Einführung des Dieselmotors 1931 und die Erfindung des geschmierten, abgedichteten Laufbands.
Der Dieselmotor verlieh den Maschinen mehr Motorleistung als je zuvor und senkte gleichzeitig die Betriebskosten.
Das geschmierte, abgedichtete Laufband trug zur Kostensenkung bei der Laufwerkswartung bei. Dabei wird der Laufbandbolzen durchgängig von einem abgedichteten Schmiermittel überzogen, wodurch sich die Berührung von Metallflächen sowie der Verschleiß an Bolzen und Buchse verringern.

Der Challenger Traktor mit dem patentierten Mobil-tracTM-System wurde 1987 eingeführt. Das Mobil-trac-System war ein großer Schritt nach vorne: Es bietet mehr Zugleistung und Tragfähigkeit, reduziert die Bodenverdichtung und schafft mehr Vielseitigkeit; so senkt es die Kosten und steigert die Produktivität eines Betriebs.
Über die Jahre wurden Verbesserungen vorgenommen; beispielsweise wurden die Seilzüge durch Hydrauliksysteme ersetzt, es wurden computergestützte Leitsysteme, Drehmomentverteiler, Powershift-Planetengetriebe und Differentiallenkung eingeführt, und die Liste nimmt kaum ein Ende.

 

Die Verbreitung von Ausbringfahrzeugen

Ag-Chem baut seit 1963 erfolgreich Ausbringfahrzeuge unter dem Namen Ag-Chem Equipment Company Inc. und verkauft spezialisierte Spritzmaschinen an die Agrarindustrie.

Zehn Jahre nach der Unternehmensgründung wurde der selbstfahrende Terra-Gator 1253 auf den Markt gebracht, das erste dreirädrige Ausbringfahrzeug von Ag-Chem mit Terrareifen.  Danach folgte 1979 das Modell 1603, das in der Branche bald als führendes Ausbringfahrzeug mit erhöhter Tragfähigkeit galt.
1984 produzierte die Firma Kurstjens den ersten gezogenen Tri-Axer.  Das erste Terra-Gator-Fahrgestell mit Flüssigdüngersystem wurde drei Jahre später in Holland verkauft.  Kurstjens wurde kurz danach zum offiziellen Vertrieb für Terra-Gator in Holland, Deutschland und Belgien erklärt und verkaufte 1991 den ersten Terra-Gator in der ehemaligen DDR, wodurch sich in Europa der Markt für selbstfahrende Düngerstreuer öffnete.

Nur zwei Jahre später wurde das erste selbstfahrende Mehrtankfahrzeug nach Deutschland verkauft und ebnete den Weg für die teilflächenspezifische Bewirtschaftung. Ag-Chem eroberte mit der Einführung der ersten selbstfahrenden Fahrgassenspritze RoGator auch den Markt für Reihenkulturen.
1994 wurde Kurstjens ein hundertprozentiges Tochterunternehmen von Ag-Chem und nannte sich fortan Kurstjens Terra-Gator BV. Das Unternehmen wurde zwei Jahre später in Ag-Chem Europe umbenannt und war offizieller Importeur für die Ag-Chem Equipment Company Inc. in Großbritannien/Nordirland, Frankreich und Mitteleuropa.

1997 kam der Terra-Gator 8103 auf den Markt, eine neue Reihe des dreirädrigen Terra-Gator mit neuer Kabine und neuem Antriebsstrang, und bildete künftig die Grundlage für alle neuen Terra-Gator-Maschinen. Nut ein Jahr später wurde der 10.000ste Terra-Gator verkauft.
Der erste komplett von Ag-Chem Europe in Grubbenvorst produzierte Terra-Gator nannte sich 2104.
Im Jahr 2000 begann Ag-Chem mit der Produktion und dem Verkauf der selbstfahrenden Spritze RoGator 618, die auf die europäische Fahrgassenbreite von 1,80 m angepasst war.

 

Gemeinsam für die Herausforderungen in der Zukunft der Landwirtschaft

Als die Ag-Chem Equipment Company Inc. 2001 von der AGCO Corporation übernommen wurde, begann auch die Kooperation zwischen Ag-Chem Europe und anderen Abteilungen der AGCO-Gruppe. 

Die selbstfahrende Spritze Spra-Coupe wurde der Produktreihe von Ag-Chem Europe 2002 ebenso hinzugefügt wie der Terra-Gator 8133 und der RoGator 418. Dieser Schritt ging mit der Expansion des Verkaufsgebiets dieser Maschinen einher, um auch Afrika und Nahost beliefern zu können.
Zudem begann AGCO 2002 unter Lizenz von Caterpillar mit der Produktion von Challenger Raupenfahrzeugen. Die fortwährende Produktentwicklung führte zunächst zur MTB-Serie und dann zur heute bekannten C-Serie – einer der leistungsstärksten und kostengünstigsten Landwirtschaftstraktoren auf dem Markt.
2004 wurde Ag-Chem Europe allmählich in die Marke Challenger integriert, und die neue Serie Spra-Coupe 7000 entstand; auch die ersten RoGator 1264C, Terra-Gator 8103 Airmax und Spra-Coupe 4650 wurden in diesem Zuge nach Russland verkauft.

Seit 2004 ist die Challenger Reihe unter AGCO beträchtlich angewachsen und schließt mittlerweile auch die Radtraktoren MT600C, MT500B und MT400B aus dem weltweit renommierten Werk im französischen Beauvais sowie hochwertige Erntemaschinen aus europäischen und amerikanischen Werken mit ein.

Von 2005 bis 2006 wurden die Niederlassungen und Produktionsstätten von Ag-Chem in Grubbenvorst erweitert und weiter verbessert. Aufgrund der hervorragend ausgestatteten Anlage und des zentralen Standorts wurde Ag-Chem zum EAME-Vertriebszentrum für Challenger Raupentraktoren ernannt und setzte so die Integration in die Challenger Organisation für die EAME-Region fort.

Seitdem ist die Produktreihe von Challenger um die aktualisierte Reihe Spra-Coupe 4000, die neuen Terra-Gator 2244 und 3244, die neuen MT600C und die verbesserten Radtraktoren MT500B sowie den großartigen Gelenktraktor MT900C erweitert worden, um die Integration der unterschiedlichen Maschinen unter dem Schirm von Challenger zu festigen und gleichzeitig verschiedene Elemente in Technologie und Design zu übernehmen.
Zudem werden für die Challenger Produktreihe mittlerweile die Managementsysteme Autoguide™, Telemetry und GTA angeboten, um die Verwaltung des landwirtschaftlichen Betriebs noch präziser zu gestalten.

Bei der weiteren Expansion und Entwicklung einer kompletten Reihe an hochwertigen, extrem produktiven Landmaschinen zehrt Challenger von seinem reichen Erbe und seiner jahrelangen Erfahrung. Unser Ziel ist es, weltweite Partnerschaften mit landwirtschaftlichen Betrieben zu pflegen, um sie bei der Optimierung ihrer Effizienz, Produktivität und natürlich ihrer Profitabilität zu unterstützen.